Koalition prüft Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch

Die Praxisgebühr ist zu gering, weil sie nach Ansicht der FDP [ref] sie wird hier zu Unrecht allein angegriffen:siehe gleiche Äußerung vom Gesundheitspolitker Spahn (CDU)[/ref] keine steuernde Wirkung entfaltet. Sprich: Die Praxisgebühr sollte die Patienten von einem Arztbesuch abhalten.

Dabei waren sich die Politiker sicher, dass dies nur die sog. „eingebildeten Kranken“ treffen würde. Keine der chronisch Kranken und auch nicht die, die von ihren Ärzten laufend zu Behandlungsterminen gebeten werden.Schließlich wird die Praxis ja als Unternehmen geführt.

Die Praxisgebühr war von vornherein eine Kopfgeburt. Sie war allein dazu da, die Patienten (Versicherten) allein mit Kosten aus der GKV zu beteiligen. Die Arbeitgeber sollten auf diesem Wege von der hälftigen Zahlung dieser zusätzliche Prämie, also von Kosten befreit werden.

Die Praxisgebühr war und ist nicht dazu geeignet, eine gerechte Steuerung der Patientenströme möglich zu machen. Es war schon eine gewagte Aussage, dass die GKV-Versicherten aus freien Stücken – so zum Vergnügen – zum Arzt gehen. Wenn sie nicht krank wären, dann kann oder konnte ihnen doch der Arzt ihres Vertrauen mitteilen, dass sie nicht krank seien und ihm nur die Zeit stehlen würden, die er für andere doch so dringen benötigt.

Wir sagen voraus: Es wird hier der  Versuch unternommen, die kranken Versicherten noch stärker abzuzocken. Hoffen wir, dass dieser Versuch ein Versuch bleibt.


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