Zwischenruf: Pay for Performance

Pay for Perfomance? Ein Gutachten für das BMG – Qualitätssicherung durch mehr Geld?

Pay for was? Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte man lachen. Da bringst das Ministerium „Ba(h)r jeder Vernunft nichts wirklich Bewegendes zustande. Verzeihung wir müssen uns korrigieren. Eine die Welt auf den Kopf stellende Leistung wurde vergessen. Der Pflegeba(h)r. Immerhin 5 Euro Zuschuss auf die Prämie für eine private Pflegeversicherung. Nun aber kommt das weltbewegende Gutachten , das aufzeigen soll wie mit innovativen  Ansätzen, die Qualität im Gesundheitswesen durch finanzielle Anreize (wodurch auch sonst?) gesteigert werden kann. Ein Gutachten auf das die Welt nicht gewartet hat.

Gut das es immer unterbeschäftigte Wissenschaftler gibt, die sich mit den wirklichen notwendigen Sachverhalten beschäftigen können. So wurde die „Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS, im Herbst 2010 beauftragt. Eine Abkürzung gibt es auch schon: P4P! Da wird sicherlich gefragt werden, was bedeutet dieses Kürzel? Ganz einfach. Das heißt: Pay for  Performance. Da ist es doch auch klar, dass das ganze Unternehmen Gutachten unter dem Titel firmiert: Pay for Performance im Gesundheitswesen (Sachstandsbericht zu Evidenz und Realisierung sowie Darlegung der Grundlagen für eine künftige Weiterentwicklung).  Da hält der Betrachter einfach nur den Atem an. Ein Gutachten erhält wohl erst dann einen besonderen Wert, wenn man dem Gutachten einen englischen Begriff zuordnet. Natürlich nur, weil sich bisher in diesem Themenbereich noch keine deutschsprachigen Begriffe eingebürgert haben. Da kommt der gute Wissenschaftler auch nicht auf den Gedanken, selbst  kreativ zu werden und eine Begrifflichkeit zu entwickeln.

Das sicherlich mit viel Steuergeld erstellte Gutachten wollen wir  nicht vorenthalten.

BMG -Download-Gutachten