DAK-Gesundheit untersucht Depressionen und Ängste

1,6 Prozent aller Jungen und Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren leiden an einer diagnostizierten Depression und 2,2 Prozent unter einer Angststörung. … Das zeigt der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit „Ängste und Depressionen bei Schulkindern“

Im Auftrag der DAK-Gesundheit hat die Universität Bielefeld die Gesundheits- und Versorgungssituation von Jungen und Mädchen umfassend untersucht. Die repräsentative Studie mit Abrechnungsdaten aus 2016 und 2017 nimmt insbesondere die seelische Gesundheit von Jungen und Mädchen in den Fokus. „Die betroffe-nen Kinder leiden oft leise, bevor sie eine passende Diagnose bekommen. Wir müssen aufmerksamer werden – ob in der Familie, in der Schule oder im Sportverein – und nachhaltig helfen“, sagte DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski, der die Studie gestern in Kiel vorstellte.

Der DAK-Report zeigt auch, dass in Schleswig-Holstein überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche mit Depressionen in Kliniken behan-delt wurden. Jedes elfte Schul-kind mit einer diagnostizierten Depression wurde 2017 stationär behandelt, durchschnittlich für 44 Tage. Nach der Entlassung fehlt oft eine passende ambulante Nachsorge. Folge: Mehr als je-der fünfte dieser Teenager musste innerhalb von zwei Jahren mehrfach wieder in die Klinik. „Wir haben offenkundige Versorgungslücken nach der Krankenhausentlassung, die wir dringend schließen müssen, betont Cord-Eric Lu-binski.. „Eine Rehospitalisierungsquote von 22 Prozent ist alarmierend“.

Die DAK will gegensteuern. Betroffene ab zwölf Jahren sollen über die App „Smart4me“ gestärkt und das Schulprogramm gegen Stress „fit4future“ ausgebaut werden..

Gutachten / Report Uni-Bielefeld

2019-Kinder-Jugend-report-2169376

DIE-ZEIT-gesamt-09-2020-20.02.2020