Zusatzbeitrag bei weniger Krankenkassen als erwartet | tagesschau.de

17.06.2009 (Redaktion)

Das wird die gesetzlich Versicherten in der BRD sicherlich freuen, wenn sich herausstellen sollte, dass es in diesem Jahr auch ohne Zusatzbeitrag in der GKV gehen wird. Ausnahmen natürlich sind vorhanden. Jedoch,  so der Präsident des BVA, Hecker, sind dies nur kleine Kassen mit einer geringen Zahl von Versicherten. Allerdings hier immer wieder auf die Wechselmöglichkeit zu anderen Kassen hinzuweisen, geht am grundsätzlichen Problem vorbei. Es sei denn, man / frau wolle eine Einheitsversicherung. Auf diesem Wege wäre das zumindest mittelfristig zu erreichen.

Nachstehend der Bericht der ARD vom heutigen Tage

Zitat:

Weniger Krankenkassen als erwartet werden zum 1. Juli einen Zusatzbeitrag erheben müssen. „Es sind nur zwei oder drei kleine Krankenkassen davon betroffen“, sagte der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Josef Hecken, der „Berliner Zeitung“.

Entwarnung für Versicherte

Ende April hatte Hecken noch von 16 Kassen gesprochen, die einen Zusatzbeitrag erheben müssten. Damit wären auf insgesamt 4,5 Millionen Versicherte höhere Kosten zugekommen. Auf Drängen des Bundesversicherungsamtes hätten nun aber viele der betroffenen Versicherer Fusionsgespräche mit finanzstärkeren Partnern aufgenommen, sagte Hecken.

Seit Januar bekommen die fast 200 gesetzlichen Krankenkassen ihr Geld aus dem Gesundheitsfonds zugewiesen. Auf diese Weise verteilt der Fonds in diesem Jahr insgesamt fast 168 Milliarden Euro. Kommen die Kassen mit diesem Geld nicht aus, können sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Beitrag darf maximal ein Prozent vom Bruttoeinkommen eines Mitglieds betragen. Wer den Zuschlag nicht zahlen will, hat ein Sonderkündigungsrecht und kann zu einer anderen Kasse wechseln.

Zitat Ende: